Reisebericht Region Zion National Park
Fotoreise im Zion National Park am Westrand des Colorado Plateaus in Utah (Teil 2)
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Fotoserie
Die besten Fotolocations in USA in der Region Colorado Plateau mit Fototipps, GPS-Daten, Infos zu Sonnenstand und Lichtverhältnissen

Fotoabzüge
Fotoabzüge, Wandposter und vieles mehr mit Motiven von den besten Fotospots im Arches Nationalpark auf dem Colorado Plateau in Utah im Westen der USA
Parus Trail entlang des Virgin Rivers
Westlich des Visitor Centers verläuft der 5,6 km lange, ebene und einfache Pa’rus Trail entlang des Virgin Rivers. Dieser zweistündige Wanderweg ist auch für einfache Radtouren geeignet. Der Weg führt zunächst am South Campground und anschließend am Zion Human History Museum vorbei, stets mit wunderschönem Ausblick auf den 1995 m hohen Watchman.
Das Museum informiert die Besucher über die Geologie, Flora, Fauna sowie Menschheitsgeschichte im Park und bietet zudem interaktive Ausstellungen über die Entstehung des Canyons. Unmittelbar am Zion Human History Museum überquert eine kleine Brücke den Virgin River. Hier finden sich zahlreiche schöne Fotomotive, da der markante Watchman hier sehr gut sichtbar über dem tosenden Flussbett thront, insbesondere in der tief stehenden Nachmittagssonne.
Weiter in nördlicher Richtung endet der Pa’rus Trail schließlich an der Canyon Junction Bridge, wo der Scenic Drive aus dem Zion Canyon kommend auf die State Route 9 trifft.
Das Wasser fließt ruhig unter der Brücke hindurch, spiegelt die Felswände und erzeugt eine fast meditative Atmosphäre. Ein kurzer Spaziergang am Ufer erlaubt, die Dimensionen des Canyons direkt zu erfassen.
Unser Fototipp
Die Canyon Junction Bridge ist ein beliebter Treffpunkt für Fotografen aus aller Welt, um den imposanten Watchman hoch über dem Virgin River fotografisch in Szene zu setzen. Speziell zum Sonnenuntergang kann es hier sehr eng werden, rechtzeitiges Erscheinen sichert daher die besten Plätze zum Fotografieren.
Zion Canyon Scenic Drive
Der Zion Canyon bildet das zentrale Herzstück des Nationalparks. Über 24 Kilometer Länge und bis zu 800 Meter Tiefe zieht er sich durch das Navajo-Sandstein-Plateau, geformt vom Virgin River über Millionen von Jahren. Besonders eindrucksvoll sind die Narrows, wo die Wände so eng zusammenrücken, dass der Virgin River den gesamten Boden des Canyons einnimmt.
Der Zion Canyon Scenic Drive ist aufgrund der vielen Besucher von Mitte März bis Anfang November für alle Autos gesperrt. Eine Ausnahme gilt nur für Gäste der Zion Lodge. Im Sommer verkehren hier kostenlose Shuttle-Busse vom Visior Center bis zum Temple of Sinawava entlang der folgenden neun Haltestellen:
Haltestellen Zion Canyon Shuttle
- 1. Zion Canyon Visitor Center: Ausgangspunkt, Info-Center; Highlights Pa’rus Trail, Vigin River
- 2. Zion Human History Museum: Interaktive Ausstellungen zu Geologie, Flora, Fauna
- 3. Canyon Junction: Kreuzung Scenic Drive / State Route 9; Fotostopp, Zugang Pa’rus Trail
- 4. Court of the Patriarchs: Aussichtspunkt auf 2000 m hohe markante Felsformationen "Patriarchen" - Abraham, Isaak, Jakob
- 5. Zion Lodge: Unterkunft, Restaurant, Trailhead Emerald Pools Trails, Picknickbereiche
- 6. The Grotto: Trailhead Angels Landing, West Rim Trail
- 7. Weeping Rock: Trailhead Weeping Rock Trail, Hidden Canyon Trail, Observation Point
- 8. Big Bend: Panoramastopp mit Aussicht auf Virgin River
- 9. Temple of Sinawava: Endstation, Riverside Walk, Einstieg Narrows
Im Hochsommer beträgt die Wartezeit auf den nächsten Bus bis zu 15 Minuten, im Tagesverlauf können die Zeiten etwas variieren. Tagsüber fahren die Busse alle 7-10 Minuten, gegen Abend und in der Früh alle 15-20 Minuten.
Der Zion Canyon Shuttle beginnt am Zion Canyon Visitor Center, wo Karten, Shuttle-Zeiten und Hinweise zu Wanderungen bereitliegen. Schon die ersten Kilometer entlang des Virgin River vermitteln die Dimensionen des Canyons: Der Fluss, der sich über 233 Kilometer durch die Landschaft windet, hat im Lauf von Millionen von Jahren die Sandsteinwände geformt, die bis zu 600 Meter in den Himmel ragen.
Die Canyon Junction Bridge bietet den ersten markanten Fotostopp. Das Wasser fließt ruhig unter der Brücke hindurch, spiegelt die Felswände und erzeugt eine fast meditative Atmosphäre. Ein kurzer Spaziergang am Ufer erlaubt, die Szenerie auf sich wirken zu lassen: Die Wände wirken überwältigend, das Rauschen des Flusses kontrastiert mit der stillen Erhabenheit der Sandsteinmonumente.
Nördlich der Canyon Junction Bridge ragen die Bergmassive des Court of the Patriarchs empor, benannt nach den biblischen Gestalten Abraham, Isaak und Jakob.
Unser Fototipp
Die Eisenoxide in den Schichten des Navajo-Sandsteins erzeugen die typischen leuchtenden Rot- und Orangetöne, die besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang spektakulär wirken. Ein schöner Ausblick bietet sich direkt an der Bushaltestelle.
Die Zion Lodge ist Ausgangspunkt für den Emerald Pools Trail. In drei Abschnitten führen Pfade zu Wasserfällen und grünen Oasen. Die unteren Pools sind leicht erreichbar, während die oberen Pools steilere Anstiege erfordern. Die Wasserfälle sind von Regenfällen und Schneeschmelze abhängig, so dass im trockenen Sommer oft nur ein feines Rinnsal fließt.
An der Shuttle-Haltestelle The Grotto befindet sich der Einstieg zu Angels Landing, eine berühmte Gratwanderung mit spektakulären Aussichten. Auch liegt hier der Zugang zum West Rim Trail, einem längeren Wanderweg mit Panorama auf den Canyon.
Weeping Rock ist der Trailhead zu einem weiteren spektakulärer Aussichtspunkt, dem Observation Point. Der klassische Zugang über den Echo Canyon ist aufgrund von Felsstürzen derzeit eingeschränkt, doch der East Mesa Trail von der Ostseite bietet einen moderaten, weniger frequentierten Aufstieg. Von hier eröffnet sich ein Panorama über Angels Landing, den Great White Throne und die Tiefe des Canyons.
Weiter nördlich liegt Big Bend, ein kleinerer Aussichtspunkt, der Panoramen über enge Canyonpassagen und rote Sandsteinwände bietet. Die große, weitläufige Flussschleife Big Bend wird durch den Felsen Angels Landing gebildet und ist umgeben von den Felswänden The Great White Throne im Süden, dem Cable Mountain an der Ostseite des Virgin Rivers und The Cathedral Mountain im Westen.
Die letzte Haltestelle der Shuttle-Busse ist Temple of Sinawava. Von hier startet der gut ausgebaute 1,6 km lange Weg Riverside Walk, der bis zu The Narrows, den berühmten Slot Canyons des Virgin Rivers, verläuft. Am Ende des Wanderweges beginnt das Flussbett.
Dort geht es im Wasser weiter, das je nach Durchfluss knie- bis hüft- oder sogar brusttief sein kann. Trittsicherheit und Dry Bags sind hilfreich, um die Wanderung sicher zu gestalten.
Für diese Tour, die je nach Jahreszeit mitunter im eiskalten Wasser auf rutschigen Felsen verläuft, werden unbedingt Neoprensocken, wassergängige Schuhe und ein Wanderstock empfohlen.
Der Fluss wird von steilen Wänden flankiert, und Flash-Floods können jederzeit auftreten, sodass Wetter und Pegelstände genau beobachtet werden müssen. Der beliebte Abschnitt Bottom-Up erlaubt Wanderungen bis etwa Big Spring ohne Permit, während die längere Top-Down-Route eine Genehmigung erfordert.
The Narrows sind stark frequentiert, besonders an sonnigen Wochenenden, doch die beeindruckende Enge der Wände, die Spiegelungen auf dem Wasser und die Lichtspiele machen das Erlebnis unvergesslich. Hier wird die Größe des Canyons unmittelbar spürbar: Jeder Schritt durch den Virgin River ist begleitet vom Rauschen des Wassers, dem Echo der Schlucht und dem Geruch feuchter Felsen und Wüstenvegetation.
Auf der Rückfahrt vom Temple of Sinawava zum Visitor Center eröffnen sich immer neue Perspektiven: Das Licht verändert sich, Spiegelungen auf dem Wasser verschieben sich, und die gewaltigen Felsen wirken aus jedem Blickwinkel anders - ein Erlebnis, das die Vielfalt und Schönheit des Zion Canyons mit Hilfe der Shuttle-Busse in einem Tag intensiv erfahrbar macht.
Kolob Canyon
Die Kolob Canyons liegen im Nordwesten des Zion Nationalparks und bilden ein ruhiges Gegenstück zum stark besuchten Haupttal. Hier erstrecken sich schmale Box-Canyons, steile Sandsteinwände und weitläufige Plateaus, die in tiefen Rot-, Orange- und Goldtönen leuchten. Die markanten Navajo-Sandsteinschichten verleihen der Landschaft ihre dramatische Struktur. Die Höhen der Plateaus variieren zwischen etwa 1.500 und 2.200 m über dem Meeresspiegel, wodurch die Region sowohl subtile Bergvegetation als auch typische Wüstenflora bietet.
Die Kolob Canyons sind über den Interstate Hwy I-15, Ausfahrt 40, und eine ausgeschilderte Straße direkt zum Visitor Center zugänglich. Dort wird der reguläre Parkeintritt fällig; das Ticket gilt für Kolob Canyons und das Haupttal.
Von hier führt die Kolob Canyons Road ca. 8 km zu Aussichtspunkten und Trailheads. Unterwegs eröffnen sich spektakuläre Panoramen: schroffe Felswände, tiefe Schluchten und weitläufige Plateaus. Am Ende der Straße öffnet sich ein markantes Plateau mit Blick auf die parallel verlaufenden Canyons.
Der bekannteste Wanderweg im Kolob-Gebiet ist der Taylor Creek Trail (Middle Fork Taylor Creek). Er führt über etwa 8 km hin und zurück durch eine enge Box-Canyon-Schlucht. Mehrere Bachüberquerungen von Taylor Creek erfordern Trittsicherheit. Historische Holzhäuser aus den 1930er Jahren liegen am Weg, bevor die Route an der Double Arch Alcove endet - einer natürlichen Doppel-Felsöffnung im hellen Navajo-Sandstein. Der Höhenunterschied beträgt moderat etwa 120 m.
Zwischen dem Middle Fork Creek und dem South Fork Creek erhebt sich das markante Felsplateau des Paria Points. Insbesondere im Herbst begeistert der South Fork Creek durch eine intensive Laubfärbung.
Unser Fototipp
Ein erhöhter Aussichtspunkt mit schönem Blick auf die Felsformation Paria Point bietet sich von der Kolob Canyons Road. Direkt von der Straße in der Nähe des Wanderparkplatzes Lee Pass Trailhead öffnet sich ein atemberaubender Ausblick auf den mit herbstlicher Laubfärbung farbenfroh erstrahlenden South Fork Creek.





