Reisebericht Region Zion National Park
Fotoreise im Zion National Park am Westrand des Colorado Plateaus in Utah
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Bildschirmschoner
Bildschirmschoner in hoher Auflösung; enthält 36 Aufnahmen von den schönsten Fotolocations in den Nationalparks im Westen der USA mit Grand Canyon, Monument Valley, Sierra Nevada und Death Valley
Fotoserie
Die besten Fotolocations in USA in der Region Colorado Plateau mit Fototipps, GPS-Daten, Infos zu Sonnenstand und Lichtverhältnissen
Allgemeines, Klima und Anreise
Das Colorado Plateau ist eine beeindruckende geologische Region im Westen der USA, die sich über eine Fläche von etwa 337.000 Quadratkilometern hauptsächlich in den Bundesstaaten Colorado, Utah, Arizona und New Mexico erstreckt. An der südwestlichen Grenze des Colorado Plateaus befindet sich der Zion Nationalpark im US-Bundesstaat Utah. Der einst von den südlichen Paiute Ureinwohnern benannte Mukuntuweap Park wurde bereits 1909 als National Monument und 1919 schließlich zum Zion Nationalpark ernannt.
Der North Fork des Virgin Rivers, ein Nebenfluss des Colorado Rivers, schuf über Jahrmillionen eine der beeindruckendsten Schluchten auf dem Colorado Plateau. Majestätisch ragen die roten und weißen Sandsteinfelsen über dem Virgin River empor, der sich malerisch durch die Landschaft schlängelt. Die Höhen reichen von etwa 1.100 m bis über 2.600 m.
Zion gilt als einer der spektakulärsten Nationalparks der USA. Die dramatischen roten Felswände, schmalen Canyons und natürlichen Brücken ziehen Besucher aus aller Welt an. Die Kombination aus spektakulären Ausblicken, abwechslungsreichen Trails und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden macht Zion für Outdoor-Enthusiasten attraktiv.
Zahlreiche Canyons durchziehen den Nationalpark, deren bekannteste der Zion Canyon und im Nordwesten der Kolob Canyon sind. Das Wegenetz bietet Wanderungen für alle Schwierigkeitsgrade, vom leichten Spaziergang entlang des Pa’rus Trails bis zu anspruchsvollen Touren wie Observation Point oder Angels Landing.
Flusswanderungen durch die Narrows, Radfahren, Reiten oder Klettern gehören ebenfalls zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Von Rangern geführte Touren und Naturbeobachtungen ermöglichen tiefergehende Einblicke in die Landschaft und die Tierwelt. Die abwechslungsreichen Trails, beeindruckenden Ausblicke, dramatischen Felsformationen und die gut erschlossene Infrastruktur machen Zion zu einem faszinierenden Ziel für Aktivurlauber sowie Naturbegeisterte.
Das Klima im Zion Nationalpark ist vielfältig, beeinflusst durch die großen Höhenunterschiede. Insgesamt herrscht ein halb-arides Klima: Es ist trocken, und die Temperaturen schwanken stark zwischen Tag und Nacht. Besonders angenehm für Wanderungen sind Frühling und Herbst, wenn milde Temperaturen herrschen. Im Sommer können die Tageshöchstwerte auf über 38 °C steigen, wodurch Wanderungen sehr anstrengend werden können. Im Winter fällt gelegentlich Schnee, vor allem in höheren Lagen.
Vom Osten kommend führt die Anreise vom Mount Carmel Junction über die State Route 9 (SR-9) direkt zur Ostzufahrt des Zion Nationalparks. Bereits am East Entrance wird der Parkeintritt fällig - selbst wenn man die State Route 9 nur als Durchgangsstraße von Osten nach Westen nutzt. Die Straße führt weiter zum 1,7 km langen und sehr engen Zion-Mount-Carmel-Tunnel, der im Einbahnverkehr von Rangern gesteuert wird, um einen sicheren Durchgang zu gewährleisten.
Hinweis
Im Mount-Carmel-Tunnel gelten spezielle Regeln. Fahrzeuge breiter als 2,4 m oder höher als 3,45 m benötigen ein spezielles Tunnel-Permit, wobei Ranger diese Fahrzeuge in der Regel begleiten. Fahrzeuge über 4 m Höhe dürfen den Tunnel nicht passieren. Ab Mitte 2026 müssen besonders große oder schwere Fahrzeuge Ausweichstrecken nutzen. Fahrer großer Wohnmobile sollten daher unbedingt vorher Tunnel-Maße und mögliche Umleitungen prüfen; ggf. alternative Routen einplanen.
Die meisten Besucher bevorzugen die Anfahrt zum Zion Nationalpark jedoch aus westlicher Richtung vom Interstate Hwy I-15 über die State Route 9 (SR-9) direkt nach Springdale zum westlichen Parkeingang. Nach einer Fahrt durch sanfte Hügel öffnet sich der Blick von der State Route 9 auf das kleine Städtchen Springdale, das mit Tankstellen, Geschäften und Unterkünften die letzte praktische Basis vor dem Canyon bildet.
Viele Besucher stellen hier ihr Auto ab und fahren anschließend mit dem kostenlosen Shuttlebus die wenigen Kilometer weiter zum Zion Canyon Visitor Center, da die Parkplätze dort sehr begrenzt sind. Diese Shuttlebusse befördern Fußgänger und Radfahrer und bieten unterwegs spektakuläre Ausblicke auf die roten Felsen und den Virgin River.
Das Visitor Center liegt direkt an der State Route 9 in Springdale (1 Zion Park Blvd.) und bietet Karten, Hinweise zu Wanderwegen, Parkregeln und temporären Sperrungen sowie Zugang zum Shuttle-Service. Da der Scenic Drive in den Zion Canyon von März bis November für private Fahrzeuge gesperrt ist, nutzen viele Besucher in dieser Zeit den kostenlosen Shuttle, der am Visitor Center startet und alle Hauptstationen im Canyon bedient.
Außerhalb der Shuttle-Saison ist die Strecke für private Fahrzeuge befahrbar. Bei Anreise in der Hochsaison Zeit sollte für das Parken und Umsteigen auf den Shuttle am Visitor Center eingeplant werden.
Für die Anreise mit dem Flugzeug aus Europa eignet sich als nächstgelegener größerer Flughafen der Harry Reid International Airport (LAS) in Las Vegas, Nevada. Ein weiterer internationaler Flughafen existiert außerdem mit dem Salt Lake City International Airport (SLC) in Salt Lake City, Utah. Von hier aus empfiehlt sich die Weiterfahrt zum Zion Nationalpark mit einem Mietwagen.
Anreise mit dem Mietwagen
- aus Richtung Westen über den Interstate Hwy 15 von Salt Lake City (468 km, Fahrzeit 4 h) oder Las Vegas (220 km, Fahrzeit 2 h); bei Exit 16 (La Verkin / Hurricane / Springdale) abbiegen auf die State Route 9 (SR-9), die direkt nach Springdale und zum Parkeingang führt
- aus Richtung Osten vom Mount Carmel Junction am Hwy 89 über die State Route 9 (SR-9) zum östlichen Parkeingang an der Checkerboard Mesa, dann durch den Mount Carmel Tunnel über zahlreiche Serpentinen nach Springdale (41 km, Fahrzeit 45 min)
Von beiden Flughäfen ist jedoch auch eine Anreise über öffentliche Busverbindungen möglich, wobei jeweils in St. George, Utah, genügend Zeit zum Umsteigen auf eine zweite Buslinie eingeplant werden sollte.
Anreise mit dem Bus (Stand 2025)
- vom International Airport (LAS) in Las Vegas mit Bus SLE 8031 (Betreiber Salt Lake Express, saltlakeexpress.com) nach St. George, Utah (Fahrzeit 3 h 10 min)
- vom Salt Lake City International Airport (SLC) mit Bus SLE 7021 (Betreiber Salt Lake Express, saltlakeexpress.com) nach St. George, Utah (Fahrzeit 5 h 20 min)
- ab St. George, Utah, mit öffentlichem Bus (Betreiber SunTran) nach Springdale (Fahrzeit 1 h 20 min)
Checkerboard Mesa
Ein etwas abseits gelegener, aber ebenso beeindruckender Teil des Zion Nationalparks erstreckt sich vom östlichen Parkeingang bis zum Mount Carmel Tunnel. Hier schlängelt sich die State Route 9 über ein Hochplateau durch eine farbenfrohe Naturlandschaft, die mit ihrer einzigartigen, in orangefarbigen Tönen gehaltenen Felsenlandschaft zur Suche nach Fotomotiven einlädt.
Unmittelbar hinter dem Osteingang des Zion Nationalparks ist von der Straße aus der 2033 m hohe Tafelberg Checkerboard Mesa zu sehen. Den unverwechselbaren Berg, der aus hellem und extrem porösem Navajo-Sandstein besteht, durchziehen horizontale und vertikale Furchen, die an ein Schachbrettmuster erinnern.
Wegen des kurvenreichen Straßenverlaufs und der wenigen kleinen Haltebuchten entlang der State Route 9 ist es teils sehr schwierig, diese einzigartige Landschaft in Ruhe auf sich einwirken zu lassen. Dennoch finden sich an den meisten Parkbuchten Zugänge zu Wanderwegen ins Hinterland.
Das Hochplateau präsentiert eine andere Art von Erosion als der vom Virgin River durchzogene Hauptcanyon. Hier formen Wind, Frost und Wasser die Oberfläche zu bizarren, oft abgerundeten Gebilden. Das häufigste Merkmal sind glatte, abgerundete Sandsteinkuppen, die durch Verwitterung entlang der Schrägschichten entstanden sind. In bestimmten Bereichen haben sich zudem isolierte, schlanke Felsnadeln und pilzförmige Hoodoos gebildet.
Wanderung zum Canyon Overlook
Westlich der Checkerboard Mesa und unmittelbar vor der östlichen Tunneleinfahrt des Mount Carmel Tunnels befindet sich ein sehr kleiner Parkplatz. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt vom Parkplatz ein etwa 500 m langer sandiger und felsiger Wanderweg hinauf zum Pine Creek Canyon Overlook.
Der Trail ist ein gut ausgebauter und relativ flacher Weg, der unter einem natürlichen Felsüberhang hindurchführt. Der Weg ist einfach bis moderat, beinhaltet aber einige Treppenstufen, unebenes Gelände und Abschnitte entlang steiler Klippen, die mit Geländern gesichert sind.
Am Canyon Overlook bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Seitencanyon Pine Creek und den Lower Zion Canyon mit den steilen, senkrechten Felswänden des 2181 m hohen Sentinel und der Streaked Wall. Nördlich des Overlooks befindet sich der 2350 m hohe East Temple Mountain.
Der dramatische Blick vom Pine Creek Canyon Overlook ist das Ergebnis der tektonischen massiven Hebung des Colorado-Plateaus. Diese Anhebung verlieh dem Virgin River die nötige Kraft, um sich tief in den Felsen einzugraben. Durch die Kombination dieser schnellen Flusserosion mit der Verwitterung entlang natürlicher Risse im Sandstein entstanden die markanten steilen Schluchten im Zion Nationalpark.
In Fortsetzung des Overlook Trails können ambitionierte Wanderer noch eine anstrengende vierstündige Wanderung mit einem Höhenunterschied von 1100 m auf dem East Temple Trail unternehmen.
Westlich des Tunnels windet sich die Strecke serpentinenreich hinab in den Zion Canyon bis zur Canyon Junction Bridge. Einige Parkbuchten entlang der kurvenreichen Straße laden zu einem Fotostopp und gestatten immer wieder spektakuläre Ausblicke in den Pine Creek Canyon und den Lower Zion Canyon.



