Reisebericht Wanderung Grand Canyon National Park
Wanderung entlang der Hermit Road westlich vom Grand Canyon Village in Arizona (Teil 2)
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Fotoserie
Die besten Fotolocations in USA in der Region Colorado Plateau mit Fototipps, GPS-Daten, Infos zu Sonnenstand und Lichtverhältnissen

Fotoabzüge
Fotoabzüge, Wandposter und vieles mehr mit Motiven von den besten Fotopots in San Francisco im Westen der USA
Mohave Point
De Plattform am Mohave Point, etwa 1,6 km westlich von Hopi Point, bietet an einigen Stellen beeindruckende Tiefblicke in den Canyon, während andere Bereiche eher die flacheren Plateaus und Seitenschluchten einbeziehen. Besonders markant sind die Stellen, an denen die Felswände steil abfallen und der Colorado River weit unten sichtbar wird.
Mohave Point verkörpert vertikale Tiefe und unmittelbare Abgrundnähe, wobei die Wahrnehmung je nach Position auf der Plattform deutlich variiert. Wer sich an die exponierten Bereiche mit den markanten Tiefblicken begibt, erfährt die Monumentalität des Grand Canyon besonders intensiv.
Die Plattform ist über einen kurzen, befestigten Zugang barrierefrei erreichbar und eröffnet eine umfassende 270-Grad-Perspektive in den Canyon, insbesondere auf die darunterliegenden Stromschnellen des Colorado River wie Hermit Rapids und Granite Rapids.
Durch seine westliche Ausrichtung hebt das Nachmittags- und Abendlicht hier die Gesteinsschichtungen besonders eindrucksvoll hervor, sodass die Reliefstruktur und Tiefe des Canyons noch deutlicher wahrnehmbar wird. Mohave Point wird bei Sonnenuntergang häufig besucht, ist jedoch in der Regel weniger stark frequentiert als Hopi Point.
The Abyss
Die 1,8 km Wegstrecke vom Mohave Point zum Aussichtspunkt The Abyss verläuft teilweise direkt an der Abbruchkante in exponierter Lage, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist hier unerlässlich. Dafür bietet dieser Wegabschnitt nahezu durchgängig beste Ausblicke in die Tiefe des Canyons.
The Abyss ist vergleichsweise weniger besucht, da die exponierte Lage volle Aufmerksamkeit erfordert. Der Aussichtspunkt ist über einen kurzen, befestigten Fußweg barrierefrei erreichbar, bietet jedoch keine Versorgung. Die Plattform verzichtet auf Geländer oder große Terrassen, sodass der Blick nahezu unvermittelt in die Schlucht fällt.
The Abyss zählt zu den steilsten Abbrüchen entlang der Hermit Road. Der Colorado River ist hier meist nicht sichtbar; der Blick richtet sich auf die Steilheit der Felswände, die unmittelbar erfahrbar wird und die dramatische Tiefe der Schlucht spürbar macht. Zahlreiche Pinien auf Felsvorsprüngen mit den Weiten des Canyons im Hintergrund bieten immer wieder unerwartet schöne Fotomotive.
Der Eindruck ist von Intensität geprägt; die Nähe und Dramatik des Abgrunds wirken unmittelbar. Morgens hebt das Licht die Kanten der Felswände hervor, mittags verschwinden Teile des Abgrunds im Schatten. Gegen Abend verstärkt sich die Tiefe durch längere Schatten und kontrastreiche Farbverläufe.
Über Monument Creek Vista zum Pima Point
Auf dem Weg zum 4,5 km entfernten Pima Point führt der Wanderweg nach einem Drittel der Strecke am Aussichtspunkt Monument Creek Vista vorbei. Hier fällt der Blick sofort auf die geschwungenen Felsbänder an der Westseite jener Landzunge, deren Ostseite am Aussichtspunkt The Abyss ebenso beeindruckend wirkte.
Am Pima Point öffnet sich in 2.050 m Höhe der Blick auf die weite, westliche Canyonlandschaft mit ihren Plateaus und tief eingeschnittenen Schluchten. Besucher können hier die Dimensionen des Canyons besonders gut erfassen - die gestaffelte Felsarchitektur und der dramatische Abfall zur inneren Schlucht vermitteln ein intensives Gefühl für die immense Größe dieser Landschaft.
Pima Point zeichnet sich durch eine weite Sicht entlang des Colorado River aus. So sind die Stromschnellen Granite Rapids und Hermit Rapids des 1.400 m tiefer dahinfließenden Colorado Rivers gut sichtbar. An ruhigen Tagen erfüllt in der Tiefe ihr Rauschen die Schlucht.
Am Morgen legt das flache Licht sanfte Farbübergänge in die Felsen, mittags heben sich die Konturen nur leicht ab. Beim Sonnenuntergang wandelt sich die Stimmung: Der Fluss wird zum zentralen Blickfang, die umliegenden Felswände liegen teilweise im Schatten. Pima Point wirkt ruhig, da er abgelegener liegt als andere Aussichtspunkte, und eignet sich für ein beschauliches Panoramaerlebnis.
Hermits Rest
Hermits Rest liegt am westlichen Ende der Hermit Road und bildet den Abschluss der beliebten Aussichtsrunde. Anders als die vorgelagerten Punkte ist Hermits Rest kein reiner Aussichtspunkt, sondern ein historisches Gebäude, das 1914 von der Architektin Mary Colter entworfen wurde. Die Natursteinmauern, niedrigen Decken und der große Kamin im Inneren schaffen einen geschützten, ruhigen Raum - besonders bei Wind oder kühleren Temperaturen entsteht hier ein spürbarer Kontrast zur offenen Landschaft draußen.
Von der Außenseite eröffnet sich dennoch ein Blick über den Grand Canyon. Die Schlucht wirkt hier weitläufig und weniger dramatisch als an Hopi Point oder Mohave Point. Die Aussicht ist ruhig und vermittelt einen Eindruck von Abschluss, Übersicht und der Weite des Canyons am Ende der Hermit Road.
Hermits Rest ist über einen kurzen, befestigten Fußweg barrierefrei erreichbar. Im Gebäude gibt es Toiletten, Wasser und eine kleine Snackmöglichkeit, was den Ort von den übrigen Aussichtspunkten der Route unterscheidet. Hier treffen Geschichte, Architektur und Landschaftserlebnis aufeinander - ein entspannter Abschluss der Hermit-Road-Tour.


