Reisebericht Roadtrip Grand Canyon National Park

Roadtrip auf dem Desert View Drive östlich vom Grand Canyon Village in Arizona

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Der Desert View Drive am South Rim bietet spektakuläre Aussichten auf die Schluchten des Grand Canyon Nationalparks. Von Grandview Point bis zum Desert View Watchtower eröffnen sich dramatische Panoramen und markante Felsformationen. Historische Haltepunkte und malerische Aussichtspunkte machen die Route besonders interessant für Besucher. Jeder Stopp lädt zu kurzen Spaziergängen und unvergesslichen Fotomotiven ein.

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Allgemeines, Klima und Anreise

Verkehrstechnisch ist der Grand Canyon Nationalpark zweigeteilt. Innerhalb des Parks verbindet nur die Fußgängerbrücke Bright Angel Trail Bridge das Nord- und Südufer des Colorado Rivers. Sie liegt tief im Inner Canyon, nahe dem Fluss, und ist nur über die Wanderwege erreichbar. Autofahrer müssen den Colorado River mehrere hundert Kilometer östlich oder westlich des Parks überqueren.

Am Grand Canyon unterscheiden sich Klima und Temperaturen stark zwischen South Rim, North Rim und dem Inner Canyon. Von Juli bis September sorgt die Monsoon-Saison für schlechte Fernsicht und heftige Gewitter. Ursache sind feuchte Luftmassen, die durch eine beständige Südwestströmung aus dem Golf von Kalifornien in den Canyon gelangen.

Klima / Temperaturen

  • Sommer: nachmittags oft Gewitter, schlechte Fernsicht; am South Rim warm bei 20 °C bis 30 °C, nachts um 12 °C; am North Rim wenige Grad kühler; im Inner Canyon bis zu 40 °C
  • Frühling/Herbst: Klare Sicht, wenig Niederschlag; am South Rim 15 °C bis 25 °C, nachts um 5 °C; im Inner Canyon bis zu 30 °C
  • Winter: am South Rim und North Rim im Durchschnitt 150 bis 250 cm Schnee pro Saison, tagsüber 0 °C bis 10 °C; im Inner Canyon kaum Schnee, geringe Temperaturunterschiede tags/nachts, 5 °C bis 15 °C
  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Sonnenaufgang am Aussichtspunkt Mather Point
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Kurz vor Erreichen des östlichen Parkeingangs erklimmt die State Route 64 das rund 2.200 m hohe Coconino Plateau und führt durch die farbenreiche Painted Desert. Am Horizont prägen die markanten San Francisco Peaks das Panorama - ein erloschenes vulkanisches Gebirge mit dem Humphreys Peak (3.851 m).

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Painted Desert, Auf dem Hwy 64 durch die Painted Desert mit Blick zu den San Francisco Mountains
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Als zentraler Anlaufpunkt für einen Besuch im Nationalpark gilt das Grand Canyon Village mit Visitor Center, Museum, General Store. Der 2,3 km lange Rim Trail vom Visitor Center zum Village eröffnet spektakuläre Ausblicke in den Canyon und vermittelt bereits auf kurzer Strecke eindrucksvolle erste Eindrücke.

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Westlich des Villages führt die Hermit Road zum Außenposten Hermits Rest. Diese Strecke ist während der Hauptsaison für private PKW gesperrt. Ein Shuttlebus ermöglicht den Zugang zu allen Aussichtspunkten entlang der Straße, die alternativ auch über einen Wanderweg erreichbar sind.

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Östlich des Grand Canyon Village bieten die zahlreichen Aussichtspunkte entlang der State Route 64 bis zur rund 40 km entfernten Aussichtsplattform Desert View lohnenswerte Ausblicke. Die touristischen Einrichtungen und die eindrucksvolle Landschaft am östlichen Eingang des Grand Canyon Nationalpark stehen im Mittelpunkt dieses Reiseberichts.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Desert View zum Sonnenuntergang
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Der östliche Parkeingang am Aussichtspunkt Desert View

Vom Desert View Point eröffnet sich eines der weitesten und beeindruckendsten Panoramen am South Rim: die sanft geschwungenen Hänge der Painted Desert im Osten, die tief eingeschnittenen Canyonfalten und die ausgedehnten Hochebenen des Kaibab Plateau im Norden, die sich bis zum Horizont erstrecken.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Am Aussichtspunkt Desert View
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Der Colorado River ist hier in einem weiten Bogen zu erkennen, bevor er in die tieferen Schluchten des Marble Canyon fließt. Die offenen Ausblicke nach Osten ermöglichen einen weiten Blick in die Paintes Desert mit dem Canyon des Little Colorado Rivers, der hier in den Grand Canyon mündet.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Desert View zum Sonnenuntergang
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Besonders bei Sonnenauf- und -untergang entfalten die Felsen ihre volle Farbintensität, und die Reliefs der Schluchten treten plastisch hervor. Die nach Westen gerichteten Canyonwände stehen bis kurz vor Sonnenuntergang im intensiven Licht der Abendsonne, ohne dabei von vorgelagerten Felsformationen übermäßig verschattet zu werden. Entsprechend hoch ist die Besucherfrequenz auf der Aussichtsplattform zu dieser Zeit.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Navajo Point am South Rim
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Navajo Point

Bei klarer Sicht lassen sich sogar die Stromschnellen der Unkar Rapids erkennen, während die Felsformationen in der Ferne ihre ganze Größe entfalten.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Navajo Point am South Rim
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Ein gepflasterter Parkplatz direkt an der Straße führt zu einer Aussichtsplattform mit Informationstafeln, die geologische Details und Hinweise zur Kulturgeschichte der Region vermitteln. Wie beim Desert View entfalten besonders bei Sonnenuntergang die Felsen ihre volle Farbintensität: Rottöne, Ocker und Gold erscheinen außergewöhnlich leuchtend.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Navajo Point am South Rim
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Lipan Point

Der Tanner Trail gilt als einer der anspruchsvollsten Rim-to-River-Wege: Auf rund 14,5 Kilometer überwindet er fast 1.400 Meter Höhenunterschied. Der Pfad ist steil, unbefestigt und weitgehend unversorgt - Wasserquellen gibt es nur am Fluss selbst. Deshalb ist der Tanner Trail nur für erfahrene Wanderer geeignet.

Viele entscheiden sich, nur Teilabschnitte zu gehen, etwa rund 3 km bis zur 75-Mile-Creek-Saddle, um die grandiose Tiefenperspektive zu genießen und den Aufstieg noch am selben Tag zu bewältigen. So verbinden Lipan Point und der Tanner Trail zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse: den leicht zugänglichen Aussichtspunkt und den herausfordernden Einstieg in die wilde Schlucht mit spektakulären Eindrücken.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Lipan Point am South Rim
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Moran Point

Der Aussichtspunkt ist nach dem amerikanischen Maler Thomas Moran benannt, dessen Gemälde des Grand Canyon im 19. Jahrhundert die spektakuläre Landschaft bekannt machten. Besonders bei seitlichem Licht am Morgen oder späten Nachmittag treten die Reliefs der Felsen deutlich hervor, und die Rottöne sowie Ocker- und Grauschattierungen wirken besonders intensiv.

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Moran Point ist leicht zugänglich und ruhig genug, um die Landschaft bewusst auf sich wirken zu lassen. Hier spürt man nicht nur die schiere Weite, sondern auch die Zeitdimension des Grand Canyon - Schicht für Schicht, Schlucht für Schlucht entfaltet sich die geologische Geschichte über Millionen Jahre.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Morgenstimmung am Moran Point
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Am Grand View Point

Am Aussichtspunkt beginnt der Grandview Trail, der ursprünglich von Kupferbergleuten angelegt wurde, um ihre Mine auf der Horseshoe Mesa zu erreichen. Der Weg ist steil, schroff und unregelmäßig instand gehalten, führt über teils schmale und ausgesetzte Passagen und erfordert Trittsicherheit. Anders als der South Kaibab Trail endet der Grandview Trail zunächst auf der Horseshoe Mesa, etwa 4,8 km vom Rim entfernt, mit einem Höhenunterschied von rund 760 m. Von dort bestehen Anschlussmöglichkeiten zum Tonto Trail, der weiter hinunter in den Inner Canyon führt.

Wie bei allen Wanderungen im Grand Canyon gilt: Abstieg ist der leichte Teil, Aufstieg der anstrengende. Hitze, niedriger Sauerstoffgehalt und Wassermangel erschweren die Rückkehr zum Rim erheblich. Der Grandview Trail ist daher ausschließlich für erfahrene Wanderer geeignet und weniger für kurze Tagesausflüge.

  • USA, Arizona, Colorado Plateau,Grand Canyon National Park, Abendstimmung am Aussichtspunkt Grandview
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