Reisebericht Region Death Valley National Park
Fotoreise im Death Valley National Park östlich der Sierra Nevada in Kalifornien
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Fotoabzüge
Fotoabzüge, Wandposter und vieles mehr mit Motiven von den besten Fotospots in der Region Monument Valley auf dem Colorado Plateau im Grenzgebiet zwischen Utah und Arizona im Westen der USA

Bildschirmschoner
Bildschirmschoner in hoher Auflösung; enthält 15 Aufnahmen von den schönsten Fotolocations am Highway 1 an der kalifornischen Pazifikküste im Westen der USA mit Big Sur, Julia Pfeiffer Burns State Park u.v.m.
Allgemeines, Klima und Anreise
Der Death Valley Nationalpark (Tal des Todes) liegt in der Mojave-Wüste im Nordosten Kaliforniens. Die State Route 190 ist die wichtigste Verkehrsverbindung des Parks und zieht sich über den 10-20 Kilometer breiten Talboden zwischen den Amargosa Mountains im Osten und den Panamint Mountains im Westen. Die Weite des Tals vermittelt ein eindrucksvolles Gefühl von Unendlichkeit.
Death Valley entstand durch Millionen Jahre tektonischer Bewegung. Die Erdkruste sank ab, während die umliegenden Gebirge aufstiegen und das Tal sich im Laufe der Zeit weit dehnte. Tiefster Punkt im Nationalpark und gleichzeitig tiefster Punkt Nordamerikas ist das Badwater Basin mit 86 m unter dem Meeresspiegel, während nur wenige Kilometer westlich der Telescope Peak mit 3.366 m aufragt.
Das Tal wird durch die Viertausender der Sierra Nevada im Westen vollständig von den Niederschlägen des Pazifiks abgeschirmt. Seltene Regenfälle verwandeln die trockenen Flussbetten in temporäre Ströme, die Sand, Geröll und Schlamm verteilen. So wird deutlich, dass das Tal trotz seiner ruhigen Erscheinung von extremen Kräften geprägt ist.
Lange bevor Reisende ins Tal kamen, lebten die Timbisha Shoshone hier und kannten jede Quelle, jede geschützte Senke und jede essbare Pflanze, sodass sie in der kargen, heißen Wüstenlandschaft überleben konnten. Mitte des 19. Jahrhunderts zogen Goldsucher und Abenteurer auf dem Weg zu den Goldfeldern Kaliforniens durch das unerbittliche Tal. Minenruinen und alte Wege, Überbleibsel des gezielten Borax-Abbaus in den 1880er-Jahren, erinnern noch heute daran, dass das Death Valley über Jahrhunderte zugleich Herausforderung, Arbeitsplatz und Heimat war.
Tagesgäste aus Las Vegas reisen über die Amargosa Mountains auf der State Route 190 ins Death Valley. Von Los Angeles aus erfolgt die Anreise über den US Highway 395 entlang der östlichen Sierra Nevada und weiter auf der State Route 190 über die Panamint Mountains ins Tal.
Anreise mit dem Mietwagen
- aus Richtung Osten von Las Vegas und Amargosa Valley über den Hwy 95, State Route NV-373 und CA-190 (227 km, Fahrzeit 2 h 10 min)
- aus Richtung Westen von Los Angeles über State Route CA-14, Hwy 395, CA-190 (449 km, Fahrzeit 4 h 40 min)
Die Furnace Creek Ranch dient als zentrale Basis mit Visitor Center, Tankstelle, Laden und Unterkünften. Auf der Strecke entlang der State Route 190 zwischen Furnace Creek und den nächsten Versorgungspunkten liegen über 100 Kilometer, in denen Treibstoff oder Wasser nicht garantiert sind - Planung und Vorabbuchung sind unbedingt erforderlich.
Das Klima im Death Valley Nationalpark ist extrem. Zwischen November und März sind die Temperaturen meist erträglich, im Sommer steigen sie regelmäßig über 45 °C, an manchen Tagen fast 50 °C. Hitze, Trockenheit und Stille prägen den Aufenthalt.
Viele Touristen wandern trotz der Hitze zu den beeindruckenden Naturwundern: Der Golden Canyon verläuft zwischen leuchtend roten Felswänden, der Mosaic Canyon durch glatt polierte Marmorschluchten, und die Gower Gulch Loop verbindet Badlands mit farbigen Hügeln. Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe und Trittsicherheit sind Pflicht; abgelegene Routen erfordern Allradantrieb.
Der Death Valley Nationalpark ist kompromisslos offen, extrem und still. Salzflächen, Sanddünen, Felsen und hartes Licht bestimmen den Rhythmus dieser Landschaft. Geologische Schichten, urzeitliche Seen und Spuren menschlicher Geschichte verleihen dem Tal eine überwältigende Dimension - eine Wüste, die nicht nur gesehen, sondern mit allen Sinnen erfahren werden will.
Mesquite Flat Sand Dunes
Nördlich des Tals erheben sich etwa 1,5 km östlich von Stovepipe Wells Village die Mesquite Flat Sand Dunes bis zu 50 Meter in die Höhe. Der Sand stammt aus den umliegenden Cottonwood Mountains und wird vom Wind ständig neu geformt - Rippel, Dünenkämme und Tierspuren verändern sich fortlaufend.
Star Dune, die höchste Düne, ist leicht erreichbar und vermittelt ein Gefühl endloser Bewegung. Ein großer Parkplatz für Touristen befindet sich direkt an der State Route 190. Da kein Weg vorhanden ist, wandert man einfach über die Dünen. Abends sind aufgrund der angenehmeren Temperaturen und des schönen Lichts sehr viele Touristen unterwegs, sodass nur weit entfernte Dünen ein schönes Fotomotiv ohne fremde Fußspuren bieten.
Unser Fototipp
Die weiß bis hellgelblichen Sanddünen der Mesquite Flat Sand Dunes heben sich kontrastreich von der im Osten aufragenden Bergkette der Amargosa Range ab. Wegen der östlichen Lage der Dünen liefert das Licht zum Sonnenaufgang Gegenlicht, und schöne Landschaftsaufnahmen gelingen erst im warmen Abendlicht. Auch ist zu bedenken, dass bei oft starkem Wind feinster Sand in Kameras geraten kann und Staubflecken oder Schäden verursacht.
Aussichtspunkt Zabriskie Point
Etwa 8 km östlich von Furnace Creek befindet sich direkt an der State Route 190 beim Zabriskie Point ein Besucherparkplatz. Von diesem Bereich aus führt ein 200 m langer Fußweg hoch zur Aussichtsplattform.
Hier liegt etwas erhöht über dem Tal der Zabriskie Point mit seinen außergewöhnlichen Erosionslandschaften. Den Besucher erwartet ein einzigartiger Ausblick auf die Vielfalt farbiger Sandsteinhügel mit einem beeindruckenden Blick auf die gegenüberliegenden Panamint Mountains. Die Farbtöne reichen vom dunklem grau über Brauntöne bis hin zum hellerem gelb.
Vom Parkplatz des Zabriskie Point verläuft auch ein Schotterweg hinunter in den Golden Canyon. Der ausgeschilderte Weg führt zuerst auf den Badlands Loop und trifft im Inneren auf den Golden Canyon Trail und zweigt nach Süden hin zum Gower Gulch Loop ab. Ebenso startet vom Parkplatz aus ein steiler Weg über Geröll hinauf zum Red Cathedral. Von oben schaut man herab auf die Spitze des Manly Beacon.
Von der Aussichtsplattform am Zabriskie Point entfaltet sich ein überwältigender Blick über die Furnace Creek Formation, eine Sedimentablagerung aus Ton, Sand und Schlamm, die vor rund fünf Millionen Jahren in einem seichten See entstand. Wind und Wasser formten Grate und Rinnen, die das Licht in ein faszinierendes Farbenspiel tauchen.
Unser Fototipp
Die Aussichtsplattform am Zabriskie Point ist zum Sonnenaufgang bei Fotografen sehr beliebt. Die aufgehende Sonne wird jedoch von der östlich gelegenen Bergkette der Amargosa Mountains bis in den frühen Vormittag verdeckt. Hinzu kommt, dass die Sonne im Rücken des Betrachters steht, sodass das Motiv im Foto wenig Kontrast zeigt und die Farben blass wirken. Zwei Stunden später erscheinen die Aufnahmen bei höher stehender Sonne extrem grell und farblos. Eine gezielte Nachbearbeitung mit Histogrammanalyse und Kontrastanpassung kann bei korrekter Belichtung jedoch erstaunliche Farbnuancen hervorbringen und die außergewöhnliche Stimmung der Sandsteinformation Manly Beacon eindrucksvoll sichtbar machen.
Wanderung im Golden Canyon
Die Wanderung durch den Golden Canyon zählt zu den besonders beliebten Outdoor-Aktivitäten im Death Valley Nationalpark. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen wird von dieser Wanderung in der warmen Jahreszeit mit Temperaturen um 50 °C dringend abgeraten.
Der Golden Canyon kann in zwei Richtungen durchwandert werden, wobei die Trailheads am Start- und Endpunkt an der State Route 190 bzw. an der Badwater Road jeweils über einen größeren Parkplatz verfügen. Letzterer Parkplatz bietet bereits ohne Wanderung einen schönen Ausblick in die Weiten des Tals in Richtung Badwater Basin und zur gegenüberliegenden Panamint Range mit dem Telescope Peak (3366 m).
Von dem relativ überschaubaren Parkplatz direkt vor dem Eingang zum Canyon kann die Wanderung hinauf zum Zabriskie Point oder zur Red Cathedral starten. Alternativ bietet sich einfach nur der Rundweg Golden Canyon - Gower Gulch Loop an. Der Rundweg trifft im Osten auf den Badlands Loop, der ebenfalls hinauf zum Zabriskie Point führt. Im Golden Canyon lässt sich das intensive Farbspiel der Furnace Creek Sandsteinformation hautnah erleben.
Oben am Zabriskie Point hat der Besucher schließlich die Möglichkeit, mit einem atemberaubenden Tiefblick in den Golden Canyon die Eindrücke und Erlebnisse dieser Wanderung nochmals auf sich einwirken zu lassen.




