Reisebericht Region Death Valley National Park
Fotoreise im Death Valley National Park östlich der Sierra Nevada in Kalifornien (Teil 2)
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Artists Drive
Wenige Kilometer südlich des Trailheads zum Golden Canyon zweigen von der Badwater Road die Ausfahrt und 5 km weiter die Einfahrt zum Artists Drive ab. An diesen beiden Abzweigungen eröffnet sich dem Besucher erneut ein beeindruckender Weitblick in die Szenerie des Death Valleys.
Der Artists Drive ist eine 15 km lange asphaltierte Panoramastraße, die sich als Einbahnstraße durch vulkanisch und sedimentär geformte Hügellandschaften mit farblich intensiven Sedimentschichten schlängelt. Zum Ende hin führt die Straße durch eine schluchtähnliche Landschaft mit dunklen Gesteinsblöcken.
Besonders interessant ist der Straßenabschnitt der Artists Palette, die für ihre farbigen Hügel bekannt ist. Diese außergewöhnliche Farbenvielfalt mit ihren Rot-, Gelb-, Grün- und Violetttönen wird durch oxidierte Metalle wie Eisen, Kupfer und Mangan erzeugt. Besonders bei tiefstehender Sonne treten Farbkontraste und Strukturen intensiv hervor.
Die Landschaft erzählt hier ihren geologischen Ursprung, der von tektonischen Dehnungen, Vulkanismus und Millionen Jahren chemischer Oxidation geprägt ist.
Bad Water Basin und Devils Golf Course
Etwa 28 km südlich von Furnace Creek befindet sich an der Badwater Road der Trailhead zur Wanderung in das Badwater Basin, dem tiefsten Punkt Nordamerikas mit 86 m unter dem Meeresspiegel. Auch von dieser Wanderung wird bei extremer Hitze abgeraten. Selbst im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst herrschen hier mittags Temperaturen um 30 °C.
Unmittelbar hinter dem Parkplatz verläuft ein Holzsteg mit Infotafeln zur Salzwüste. Es ist erlaubt die Salzwüste zu betreten, sodass hier stets sehr viele Touristen in Richtung Westen zur gegenüberliegenden Bergkette der Panamint Range wandern. Das Landschaftsbild ist geprägt von Salzkrusten, den sog. Salt Flats in einer unendlichen Weite.
Das Badwater Basin entstand nach der Austrocknung des Lake Manly, eines prähistorischen Sees der Eiszeit. Vom Fuß der Panamint Range bis zum Talboden erstrecken sich 10-20 km offene Wüste, die Weite ist enorm. Die Strecke wird oft unterschätzt, die unendliche Weite vermittelt das Gefühl, kaum voranzukommen. Viele Besucher kehren nach kurzer Zeit erschöpft zum Parkplatz zurück, überwältigt von der sengenden Hitze und der endlosen Weite.
Bis zum Devil’s Golf Course erstrecken sich hier die Salt Flats, eine weite Fläche mit Salzkrusten aus polygonalen Mustern und sechseckigen Flächen, die durch Verdunstung und Kristallisation entstehen. Die Schattenbildung dieser Salzkrusten bei tiefstehender Sonne ergibt schöne Fotomotive.
Aussichtspunkt Dantes View
Direkt oberhalb des Badwater Basin öffnet sich am Aussichtspunkt Dante’s View in 1.669 m Höhe ein grandioses Panorama über das gesamte Death Valley. Tief unten liegt das Badwater Basin, westlich erhebt sich die Panamint Range mit dem höchsten Gipfel Telescope Peak (3.368 m). Bei klarer Sicht ist sogar der Mount Whitney (4.418 m) in der Sierra Nevada zu sehen.
Dante’s View kann vom 40 km entfernten Furnace Creek über die State Route 190 und eine davon abzweigende Nebenstraße erreicht werden. Diese 21 km lange Nebenstraße ist asphaltiert, aber schmal und kurvenreich, mit wenigen Ausweichstellen, sodass es sich empfiehlt, die Strecke ohne Zwischenstopp zurückzulegen.
Ausflug zum Panamint Valley
Das im Westen benachbarte Panamint Valley ist ebenfalls ein klassisches Grabenbruchtal (Basin and Range), entstanden durch tektonische Dehnung der Erdkruste. Der Talboden liegt auf 300 bis 600 Meter Höhe, flankiert von den steilen Panamint Mountains im Osten (bis 3 368 m) und der Argus Range im Westen.
Erreichbar ist das Panamint Valley über die gut ausgebaute State Route 190. Nach etwa 45 min Autofahrt von Furnace Creek aus erreicht der Besucher am Towne Pass (1.511 m) den höchsten Punkt der Strecke. Südlich davon bietet sich ein erster schöner Ausblick in das Panamint Valley mit der Argus Range im Hintergrund.
Im Talboden liegt die kleine Siedlung Panamint Springs (587 m), rund 90 km von Furnace Creek entfernt. Sie ist kein klassischer Ort, sondern ein abgelegener Versorgungspunkt mit Tankstelle, kleinem General Store, Restaurant und wenigen einfachen Übernachtungsmöglichkeiten. Fahrten in diese Region erfordern vorher volles Auftanken und ausreichend Wasser, da die Versorgung sehr eingeschränkt ist und Treibstoff, Lebensmittel oder Getränke hier nicht zuverlässig verfügbar sind.
Westlich von Panamint Springs beginnt die Straße zu steigen. Kurz vor dem Anstieg liegt rechter Hand die Parkbucht des Father Crowley Overlook. Hier eröffnet sich der Blick in den Rainbow Canyon: tief eingeschnittene Schluchten, farblich geschichtete Gesteinslagen, geformt durch Erosion und tektonische Kräfte.
Das Panamint Valley liegt im ebenfalls Regenschatten der Sierra Nevada und ist Teil der Hochwüste östlich des Gebirges. Die Luft ist trocken, die Feuchtigkeit selten über 20 %, die Temperaturspanne extrem: Im Sommer kann das Thermometer über 45 °C steigen, nachts fällt es deutlich ab.
Früh morgens liegt die Landschaft in kühlem Blau, die Reliefs wirken weich und fast pastellartig. Mittags treten Kontraste deutlich hervor, Felsen und Geröllbänder werden scharf gezeichnet, während am späten Nachmittag die Bergflanken in warmen Ocker- und Kupfertönen glühen. Wind weht über den Talboden, hebt feinen Sand auf und verleiht der Weite eine greifbare Textur.
Weitere Sehenswürdigkeiten im nördlichen Death Valley
Im Norden des Parks in den Grapevine Mountains liegt Scotty’s Castle, eine Villa im spanischen Mission-Stil aus den 1920er/30er Jahren. Ca. 70 km nördlich von Stovepipe Wells diente sie als gesellschaftlicher Treffpunkt und Wohnsitz des Goldprospektors Walter Scott. Seit Überschwemmungsschäden 2015 und einem Brand 2021 ist die Anlage weiterhin geschlossen. Die Restaurierungsarbeiten dauern an, zeitlich begrenzte Führungen sind teilweise möglich.
Westlich von Stovepipe Wells Village zweigt die unbefestigte Mosaic Canyon Road von der State Route 190 ab. Am Parkplatz beginnt der 6,4 km lange Rundweg durch den eindrucksvollen Mosaic Canyon.
Besonders faszinierend sind die unterschiedlichen Gesteinsformationen mit blanken, variationsreich gemusterten Wänden, die stark an glattpolierten Marmor erinnern.
Im Nordwesten des Parks liegt auf 1.132 m Höhe die Racetrack Playa, ein ausgedehntes, trockenes Seebecken. Berühmt sind die wandernden Steine, deren Spuren auf der Lehmbodenfläche durch eine Kombination aus Eis, Wasser und Wind bewegt werden. Die Zufahrt erfolgt über die unbefestigte Racetrack Road vom Ubehebe Crater aus, Allradantrieb wird empfohlen. Die Einsamkeit und Stille verstärken den Eindruck einer urzeitlichen Landschaft.





