Reisebericht Inselhopping Griechenland

Inselhopping auf den Kykladeninseln Mykonos, Naxos und Santorin

Die griechische Inselgruppe der Kykladen gehört zu den weltweit beliebtesten Reisezielen. Die im Ägäischen Meer verteilten Inseln sind bekannt für ihr angenehmes Klima. Ausgedehnte Küstenlinien mit wunderschönen Stränden ziehen alljährlich zahlreiche Touristen an. Aber auch die typische Architektur der zeitlosen griechischen Dörfer mit ihren schneeweißen Gassen weckt das Interesse der Besucher.

Reisebericht Teaser-Foto

Highlights Reisebericht Inselhopping Griechenland

Allgemeine Informationen

Die Inseln der Kykladen liegen inmitten des Ägäischen Meeres südöstlich von Athen. In der Antike wurden die Inseln als Kreis um das heilige Eiland Delos betrachtet, was zur Bezeichnung Kykladen ("Ringinseln") führte. Kennzeichnend für das Klima sind die nahezu beständig wehenden Winde. Durch die Lage zwischen dem Azorenhoch und einem asiatischen Hitzetief herrschen in der Zeit von Mai bis September meist angenehme Nordostwinde.

Typisches Merkmal der kykladischen Architektur sind die kubischen Formen, vorwiegend weiß angestrichene Häuser, Flachdächer und enge, verwinkelte Gassen (siehe Foto).

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Mykonos, Am Alten Hafen mit Blick in Richtung Busterminal Old Port
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Anreise zu den Kykladeninseln

Der Hafen von Piraeus liegt westlich von Athen, 49 km vom internationalen Flughafen entfernt und ist sowohl mit der Metro (Line 3 - Blue, dann umsteigen zur Linie 1 - Green) als auch mit dem Expressbus X96 vom Flughafen gut erreichbar. Aber auch der Hafen von Rafina, 26 km östlich von Athen gelegen, erlaubt die Anreise über das Festland.

Die Fahrzeit zu den einzelnen Inseln variiert je nach Schiffstyp. So dauerte unsere Überfahrt von Mykonos nach Santorin mit der Schnellfähre (siehe Foto) nur 2,5 Stunden. Trotz der vielen Menschen auf dem Schiff empfanden wir die Überfahrt als angenehm, da für jeden Passagier stets ein fester Sitzplatz gebucht wird. Speisen und Getränke sind auch in großer Auswahl vorhanden.

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Mykonos, Schnellfähre Seajets
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Lediglich beim Zusteigen in Mykonos und beim Aussteigen in Santorin wurde es aufgrund der kurzen Liegezeit im Hafen (nur wenige Minuten) sehr hektisch. Hier hatten wir kurzzeitig das Gefühl, auf einem Landungsschiff der Marine unterwegs zu sein.

Fähre Mykonos (Stand 2017)

  • Blue Star Ferries, ab Piraeus: Fahrzeit 6 Std. 5 Min., Preis 79,- Euro
  • SeaJets, ab Piraeus: Fahrzeit 2 Std. 30 Min., Preis 126,- Euro
  • Hellenic Seaways, ab Piraeus: Fahrzeit 5 Std. 10 Min., Preis 59,- Euro
  • Fast Ferries, ab Rafina: Fahrzeit 4 Std. 30 Min., Preis 60,- Euro

Fähre Santorin (Stand 2017)

  • Blue Star Ferries, ab Piraeus: 7 Std. 45 Min., Preis 86,- Euro
  • SeaJets, ab Piraeus: 4 Std. 50 Min., Preis 147,- Euro
  • SeaJets, ab Mykonos: 2 Std. 30 Min., Preis (Okt. 2017): 66,80 Euro

Mykonos, die Königin der Kykladen

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Mykonos, Poolbereich im Hotel Mykonos Princess
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Im Sommer und teilweise bis in den Oktober liegen täglich Kreuzfahrtschiffe vor Anker, deren Gäste sich tagsüber unter die Touristen mischen und durch die engen Gassen der Altstadt drängen. Abends ändert sich dann das Publikum. Überwiegend junge Gäste machen in Clubs, Bars und Discos die Nacht zum Tag oder feiern an den bekannten Stränden.

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Mykonos, An der Hafenpromenade Akti Kambani mit Blick zum Rathaus und zur Bootsanlegestelle
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Neben vielen Tavernen, Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken präsentiert sich dem Urlauber in Mykonos Stadt die kulturelle Vielfalt der Insel. Interessante Museen laden zur Besichtigung historisch bedeutender Ausstellungsstücke der Antike und des Mittelalters ein. So auch das Archäologische Museum, welches Exponate der benachbarten Insel Delos ausstellt.

Von den zahlreichen auf der Insel befindlichen Kirchen ist die Panagia–Paraportiani Kirche nordwestlich des Alten Hafens in Mykonos Stadt die bekannteste Kirche. Sie besteht eigentlich aus 5 separaten Kirchen. Der ursprünglichen Kirche wurden über die Jahrhunderte vier weitere Kirchen hinzugefügt.

  • KIrche Paraportiani in der Nähe des Alten Hafens
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Die alten Fischerhäuser sind längst verschwunden und wurden durch gemütliche Bars, Cafés, Restaurants und Geschäfte ersetzt. Besonders zahlreich versammeln sich die Touristen hier zum Sonnenuntergang.

Abseits von Mykonos Stadt bieten sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten an. So unternahmen wir einen Ausflug zum etwa 10 km entfernten Dorf Ano Mera, wo wir das Kloster Panagia Tourliani besichtigten. Die Architektur mit Kreuzgang, weiß getünchtem Äußeren und farbiger Kuppel beeindruckte uns. Ein schöner Marmorturm befindet sich im Hof vor der Kirche. Das eigentliche Highlight ist aber der üppig ausgestattete Innenraum der Klosterkirche.

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Mykonos, Innenhof des Klosters Tourliani
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Bademöglichkeiten

  • Agios Stefanos: ruhiger Familienstrand in geschützter Bucht, mit Strandrestaurant
  • Kalafati: ruhiger Strand im Südwesten, mit dem Bus über Ano Mera erreichbar
  • Agios Ioannis: ruhiger Sandstrand, gepflegtes Strandrestaurant und schöne Aussicht auf die Insel Delos
  • Ornos Beach: großer, lebhafter Strand im Süden, zahlreiche Tavernen und Cafés
  • Paradise und Super Paradise Beach: Partystrände, letzterer ist in der Schwulenszene beliebt

Naxos

Hier laden geschmackvolle Läden zum Einkaufsbummel ein. Unterhalb des venezianischen Kastros findet der Besucher an der Hafenpromenade ebenfalls zahlreiche Cafés und Tavernen.

Auf der dem Hafen vorgelagerten einstigen Insel Palatia steht das Wahrzeichen von Naxos, die Portara, ein Fragment des 5,95 Meter hohen und 3,65 Meter breiten Apollon-Tempels. Dieses einzige erhaltene Bauteil des Tempels (das Tempeltor) ist von der Insel über einen Damm in der Nähe des Hafens erreichbar.

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Naxos, Blick von der Fähre zum Hafen
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Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Sandstrände, wie z.B. der im Westen der Insel gelegene und 5 km südlich von Naxos-Stadt entfernte Agios Prokopios Beach. Dieser Strand ist etwa 1000 m lang und geht dann in den Aghia Anna Beach über. Südlich davon schließt sich der Traumstrand "Pláka" mit seinen hohen, grasbewachsenen Dünen an. Hier findet der Badegast Sonnenschirm- und Liegenverleihe, Strandtavernen, Bars und Minimärkte vor.

Santorin, der Kraterrand eines vom Meer überfluteten Vulkans

Die schöne Promenade und viele malerische Gassen mit Blick in die Caldera laden in Fira zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, darunter Filialen internationaler Mode-, Uhren- und Schmuckanbieter, sorgen für Abwechslung. Bemerkenswert sind außerdem das Prähistorische Museum, das Archäologische Museum sowie die imposante Kirche Metropolis Orthodox Cathedral (siehe Foto).

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Santorin, Geschäftsstraße Ypapantis mit der Metropolis Orthodox Cathedral
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Besonders gut gefiel uns der Spaziergang am Rand der Caldera von Fira nach Imerovigli, dem mit 336 m höchstgelegen Ort am Kraterrand. Ein gut ausgebauter Fußweg von etwa 3 km Länge verbindet hier die Orte Fira, Firostefani und Imerovigli, stets mit einem herrlichen Ausblick und zahlreichen Cafés und Tavernen am Wegesrand (siehe Foto unten). Mit dem halbstündlich verkehrenden Linienbus gelangten wir schließlich bequem zurück nach Fira.

Ambitionierte Wanderer haben in Imerovigli noch die Möglichkeit, den vorgelagerten Skaros Felsen zu erwandern. Außerordentlich zu empfehlen ist auch eine etwa 3-stündige Wanderung von Imerovigli nach Oiá, dem unserer Meinung nach schönsten Ort auf Santorin.

  • Erhöhter Blick von der Promenade M. Nomikou
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  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Santorin, Sonnenuntergang mit Blick auf Oia von der Ruine des alten Kastells
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Um eine gute Fotoposition zu ergattern, waren wir schon gut eine Stunde vor Sonnenuntergang am Ort des Geschehens. Da wir jedoch unsere Fotostative dabei hatten, wäre ein noch früheres Erscheinen ratsam gewesen.

Auch die Orte abseits des Kraterrandes haben dem Besucher einiges zu bieten. So unternahmen wir u.a. einen sehr lohnenden Tagesausflug nach Pyrgos. Der Ort gilt als der älteste auf Santorin bewohnte Ort und liegt auf einer 350 m hohen Bergkuppe an der Nordwestflanke des mit 567 m höchsten Inselberges Profitis Elias. Von den Ruinen des einst von den Venezianern errichteten Kastells konnten wir eine phantastische Sicht über den Westen und Norden der gesamten Insel bis hin nach Oiá genießen.

  • Foto Griechenland, Südliche Ägäis, Kykladen,Santorin, Kirche Agios Theotokaki und Hotel Zannos Melathon
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Schließlich sind noch die beiden Badeorte Perissa und Kamari mit ihren schön hergerichteten, flachen Lavastränden und den zahlreichen Tavernen, Cafés und Strandbars zu empfehlen. In beiden Orten verbrachten wir zwei entspannte Urlaubstage abseits der Touristenströme in Fira.

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