Reiseblog Roadtrips im Westen der USA
Cedar Breaks und Red Canyon als alternative Reiseziele im südlichen Utah
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Fotos zum Download
Fotos zum Download im JPG-Format mit Motiven von den schönsten Fotospots in der Region Monument Valley auf dem Colorado Plateau im Grenzgebiet zwischen Utah und Arizona im Westen der USA

Fotoabzüge
Fotoabzüge, Wandposter und vieles mehr mit Motiven von den besten Fotospots im Arches Nationalpark auf dem Colorado Plateau in Utah im Westen der USA
Abseits der großen und vielbesuchten Nationalparks im Süden Utahs sollten Reisende, die ein eher ruhiges Naturerlebnis bevorzugen, bei Cedar City einen Abstecher vom Interstate Hwy 15 nach Osten einplanen. Nach etwa 27 km und einem Höhenanstieg von über 1400 m führt die State Route 148 in Richtung Norden zu einem farbenfrohen, natürlichen Amphitheater in alpiner Landschaft.
Das Cedar Breaks National Monument befindet sich an der westlichen Abbruchkante des Markagunt Plateaus auf über 3100 m Höhe. Zwei halbrunde Hangabbrüche bilden auf etwa 5 km Breite ein sog. Amphitheater. Genau wie am Bryce Canyon nähert man sich vom Hochplateau aus der Abbruchkante. Über Jahrmillionen wurden Schluchten, Hoodoos und bizarre Gesteinsformationen durch Erosion und Verwitterung geformt, die über 600 m zum Boden hin abfallen.
Aufgrund der Fülle von Mineralvorkommen in den Gesteinsschichten wirken die Felsformationen in ihren rötlichen, gelblichen und violetten Tönen recht spektakulär. Die Hochgebirgslage bedeutet eine lange Winterperiode und einen kurzen Frühling und Sommer.
Um dieses abgelegene Amphitheater führt die State Route 148 als Panoramastraße auf 6 Meilen entlang des Westrandes zu vier Aussichtsplattformen mit spektakulärem Blick aus unterschiedlichen Perspektiven und auf dichte Nadelwälder.
Bereits im Jahr 1933 wurde am Südrand des Amphitheaters der Point Supreme Overlook (3155 m) mit Visitor Center, Campground und Picknickplätzen angelegt. In den Sommermonaten von Juni bis September ist das Visitor Center geöffnet. Je nach Wetterlage wird die Straße bereits früh im Herbst gesperrt und der Service eingestellt. Im Winter ist der Aussichtspunkt nur noch mit Schneeschuhen, Langlaufskiern oder Schneemobilen erreichbar.
Am Point Supreme Overlook liegt auch der Trailhead des 4,4 km langen Ramparts Trail, der dem Rim des Amphitheaters folgt und entlang der Klippen die Aussichtspunkte Spectra Point und Ramparts Overlook erschließt. Die Höhenlage von über 3.200?m erfordert beim Wandern Anpassung an die dünne Luft.
Knapp 2 km nördlich des Visitor Centers befindet sich der Sunset View Overlook. Wie der Name vermuten lässt, entfaltet dieser Punkt seine Wirkung vor allem am Abend. Die flach stehende Sonne intensiviert die Rot- und Purpurtöne der Claron-Formation und wirft lange Schatten, die die Reliefstruktur des Amphitheaters besonders betonen.
Benannt nach den säulenartigen Felsformationen, die an Figuren eines Schachspiels erinnern, bietet 2 km weiter nördlich Chessmen Ridge eine der markantesten Perspektiven auf das Amphitheater. Die Felsnadeln erheben sich scharf konturiert aus den kalkhaltigen Terrassen und bilden einen Kontrast zu den weiten, bewaldeten Plateaus.
Am Chessmen Ridge Overlook beginnt auch der 4 km lange Alpine Pond Trail, der durch subalpine Wälder und entlang saisonaler Teiche, den Alpine Ponds, führt. Die moderat ansteigenden Wege sind gut markiert und ermöglichen Beobachtung von Vögeln, kleinen Säugetieren und einer reichen Flora.
Der North View Overlook als letzter Aussichtspunkt eröffnet einen Blick auf die nördlichen Abbruchkanten, die besonders schroff und steil abfallen. Hier wird deutlich, wie das Amphitheater durch Jahrmillionen von Frostsprengung und Wassererosion modelliert wurde, die Aussicht reicht weit über das Plateau. Aufgrund seiner exponierten Lage ist der Punkt besonders windanfällig, bietet aber klare Sichtlinien über die gesamte Schlucht.
Nur etwa eine Stunde Autofahrt östlich des Cedar Breaks National Monument und ebenfalls abseits der großen Besucherströme fasziniert der Red Canyon mit seinen leuchtend roten Sandsteinwänden, filigranen Hoodoos und bizarren Felsformationen, die sich wie natürliche Skulpturen entlang des Highways 12 erheben.
Der Red Canyon ist kleiner als der Bryce Canyon, kann es jedoch in landschaftlicher Schönheit durchaus mit dem großen Bruder aufnehmen. Das Gebiet befindet sich etwa 15 km nordwestlich des Bryce Canyon und ist als Teil des Dixie National Forest nicht als Nationalpark ausgewiesen, kann somit kostenfrei erkundet werden.
Der als Scenic Byway ausgewiesene Hwy UT-12 führt in östlicher Richtung durch zwei Felsbögen, die über der Straße in die Felsen geschlagen wurden. Im Licht der tief stehende Sonne stellen die Steinbögen ein schönes Motiv im Kontrast mit dem blauen Himmel dar. Westlich davon befindet sich das saisonal geöffnete Visitor Center direkt am Highway und informiert über die zahlreichen Wanderwege in diesem Park.
Ebenso wie im Bryce Canyon Nationalpark erodierten die Felspyramiden durch Frost- und Tau Perioden und bildeten rötlich, bizarre Felsformationen. Im Gegensatz zum Bryce Canyon, wo die Wanderungen auf einem Hochplateau beginnen und bergab führen, beginnen die Wanderpfade am Red Canyon am Talboden hinauf zu den zahlreichen Hoodoos.
Um einen Eindruck von diesem Landschaftsgebiet zu bekommen, lohnt sich eine kleine Wanderung, um die meterhohen roten Gesteinsformationen inmitten dieser Kiefernwäldern hautnah zu erleben. Wer nur sehr begrenzt Zeit hat, sollte sich eine Wanderung auf dem Pink Ledges Trail, einem Lehrpfad, nicht entgehen lassen. Der Rundweg beginnt und endet am Visitor Center.
Für diejenigen, die eine leichtere Wanderung bevorzugen, bietet der 4 km lange Rundweg Birdseye Trail eine entspannte Erfahrung. Der Birdseye Trail bietet eine Vielzahl von Ausblicken auf den Red Canyon und die umliegenden Gebiete. Hier taucht man ein in die Ruhe der Natur, erlebt die Vielfalt der Flora und bewundert die Farbpalette der Felsen, die im Sonnenlicht schimmern.
Besonders zu empfehlen ist der Photo Trail, ein kurzer und familienfreundlicher Rundweg, der zu verschiedenen Aussichtspunkten führt. Dieser Weg ist ideal für Besucher, die eine kürzere Wanderung unternehmen möchten, ohne auf die beeindruckenden Landschaften des Red Canyon verzichten zu müssen. Der Photo Trail macht seinem Namen alle Ehre, da durch seine Lage am westlichen Rand des Red Canyons das Licht der untergehenden Sonne fotografisch hier besonders schön zur Geltung kommt.


